KSJ Trier

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Katholische Studierende Jugend Diözese Trier

Veranstaltungen 2022Featured

Auf der Herbst-Diözesankonferenz wurden wieder viele Veranstaltungen für das Jahr 2022 geplant. Über diesen Link und auch in unserer Kalenderübersicht findet ihr alles auf einen Blick. Natürlich werden wir zu jeder Veranstaltung noch einmal einzeln informieren. Weitere Events sind geplant (z.B. ein politisches OBST-Treffen, regelmäßige Events für die Mittelstufe und ein Fest der Generationen), dort stehen aber noch keine Termine fest, diese folgen dann in Kürze.

Wie umgehen mit Männlichkeitsklischees und Männerbünden?

Im Rahmen der Veranstaltung “Kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit”, veranstaltet gemeinsam mit dem Frauennotruf Trier vom SIE e.V. im November und Dezember 2021, haben wir einen Leitfaden entwickelt, wie einseitigen Männerbildern und dem Bilden von Männerbünden in Institutionen begegnet werden kann.

Männerbünde untergraben demokratische oder leistungsbezogene Prozesse und begünstigen geschlechtsspezifische Ausgrenzung und Gewalt, einseitige Bilder von Männlichkeit schaden allen, auch Männern selbst. Es gilt daher, ihnen politisch und ideell entgegen zu treten. Die Ergebnisse aus unseren Workshops haben wir euch in diesem “Leitfaden” zusammengefasst. Die Veranstaltung wurde gefördert durch das BMFSFJ im Rahmen der Partnerschaft “Demokratie leben!”

Zum “Nein” der Glaubenskongregation an die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

„Auf das vorgelegte Dubium: Hat die Kirche die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen? Wird geantwortet: Nein.“ 

Sich darüber nicht zu empören fällt schwer. Insbesondere die „Erläuternde Note“ lädt geradewegs dazu ein, sich darüber aufzuregen. Denn scheinbar dienen Ehe und Familie nur dazu, Kinder in die Welt zu setzen. Doch sind Ehe und Familie nicht viel mehr als nur der reine Geschlechtsakt??? Es geht doch auch um Zuneigung, Freundschaft, um ein Zuhause, um Liebe – in guten wie in schlechten Zeiten. Und dabei hat niemand darüber zu urteilen, ob Menschen sich in ihrer Liebe irren – auch die Glaubenskongregation nicht! Zudem ist es höchst anmaßend und ein Privileg, von oben zu entscheiden, was Diskriminierung ist und was nicht! Ebenso ist es fraglich zu bestimmen, was „Gottes Plan“ ist. Denn dies engt Gott in seinem Wirken ein, was wohl genau das Gegenteil dessen sein sollte, was die Glaubenskongregation macht. Auch wird in der erläuternden Note nicht auf den sozialen, kulturellen und geschichtlichen Kontext biblischer Texte eingegangen oder überhaupt auf biblische Texte. Denn darin wird deutlich, dass gleichgeschlechtliche Liebe nicht (!) verurteilt wird (vgl. dazu Position des BDKJ).  

Was in der erläuternden Note vollkommen fehlt, ist der Aspekt der Nächstenliebe, denn Menschen werden grundlos ausgeschlossen und ja, diskriminiert. Und wie steht es darum, “dass Gott jeden Menschen liebt” (Bischofssynode, Abschlussdokument der 15. Ordentlichen Generalversammlung, Nr. 150.)??? 

Doch genug des Aufregens. 

Neben all dem, was man kritisieren und schlecht heißen kann, ist derzeit auch etwas Gutes zu sehen. Denn wie groß ist die Flut an Solidarität, die wir gerade erleben – auch in den sozialen Medien. Das ist doch bei allem Negativen etwas, an dem sich festhalten lässt, etwas, auf das sich bauen lässt! 

Lasst uns alle zusammenhalten, die Hoffnung nicht aufgeben, uns für Fortschritte einsetzen und darauf beharren, dass es nicht die Menschen sind, die segnen, sondern Gott! 

Lasst uns beharren auf der Liebe, auf Gottes- und Nächstenliebe, die für immer weiter bestehen wird! 

Denn wir sind eine Gemeinschaft von Gläubigen und gemeinsam können wir etwas erreichen. 

Zum Abschluss eine Seligpreisung mit der Formulierung von @lisa_quarch  

Selig seid ihr, die ihr aufgrund eurer Identität diskriminiert werdet. Denn euch gehört das Himmelreich. 

Sexualisierte Gewalt in der Kirche

Sexualisierte Gewalt – aktueller denn je!

Nicht zuletzt durch den Beitrag im Deutschlandfunk über eine weibliche Person, die jahrelang von Priestern sexuelle und spirituelle Gewalt und Grenzverletzungen erfahren hat, wurde das Thema sexualisierte Gewalt in Kirche wieder präsent.

Betroffenenverbände und auch viele Akteur:innen aus der Jugendarbeit, Initiativen wie Maria 2.0 und Einzelkämpfer:innen erhöhen den Druck auf die Institution Kirche, erhöhen den Druck auf Täter:innen und suchen den öffentlichen Raum. Jedoch stellt sich wie immer die gleiche Frage: Wann hören Akteur:innen aus den Bistümern, Personen die Täter:innen geschützt haben und patriarchale Strukturen aufrecht erhalten den Schuss? Wann wird sich etwas ändern, wann werden jahrhundertelange Strukturen, die Übergriffe ermöglichen und Schweigen erzeugen, gebrochen und reformiert?

Wir als Jugendverband beschäftigten uns seit vielen Jahren mit dem Thema. Über das Netzwerk des BDKJ wurden innerhalb der Jugendverbände Ansprechpersonen für sexualisierte Gewalt geschult, um als Bindeglied zwischen den Kindern/Jugendlichen und den Verbänden zu agieren.

Innerhalb der Jugendverbände wird versucht, patriarchale Strukturen aufzubrechen, geschlechter-gerechte Pädagogik wird gelebt, eine Kultur der Vielfalt in Hinsicht auf sexuelle und/oder geschlechtliche Identität wird praktiziert und Jugendliche mit ihren je eigenen Bedürfnissen und Wünschen werden gehört. Von dem, was im Ehrenamt sicherlich an vielen Stellen schon längst getan wird, mangelt es in den Strukturen der Bistümer an allen Ecken. Doch was ist der Grund dafür? Eine Antwort darauf kann sein, dass Jugendverbände Handlungsprozesse demokratisch erarbeiten, leben und vorleben, sodass Räume von Vertrauen, Sicherheit und offenem Diskurs auf Augenhöhe gelebt werden können. Der klerikale und hauptamtliche Zweig der Kirche täte gut daran, sich an diesen Strukturen zu orientieren, sich auf Jesus zurückzubesinnen und die immer noch bestehenden oben-unten-Verhältnisse endlich zu überwinden! “Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.” (Mt 23, 12)

Bildquelle: Nikko Tan (pexels.com, CC-Lizenz)

Link zum Deutschland-Funk-Beitrag (23.02.2021):
https://www.deutschlandfunk.de/missbrauchsverdacht-im-bistum-trier-zwei-priester-zwei.886.de.html?dram%3Aarticle_id=492966&fbclid=IwAR192Nadlg8LfKteKiLHF2M_QcobpxVKOhu7lh3qUwUmCqTsDr2gsrl-M_U

Link zum TV-Beitrag mit Jutta

Ein Beitrag über das Engagement von zwei Theologinnen gegen sexualisierte Gewalt:

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2VjaHRlcyBsZWJlbi83MzY0OGRlNS0wZGNkLTRlNjYtODNkYi03ZTYzZjE4ZDBiMmU/verdraengt-vertuscht-verteufelt

Verlängerung Anmeldefrist Kartage

Wir möchten euch hiermit nochmals auf unsere Kartage vom 17.04. – 21.04.2019 hinweisen. Wir werden dieses Jahr eine Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen KZ Buchenwald machen unter dem Motto „Auferstehung heißt auch: Nicht vergessen!“ Da für diese Fahr etwas mehr Vorbereitungszeit notwendig ist bitten wir euch, die Anmeldungen bis zum 30.01.2019 an unser Büro in Trier zu schicken Read more →

Einladung zum Sommer-Unst im Winter

Das Unst diesmal unter sommerlichen Bedingungen

Die kalte Jahreszeit hat begonnen. Die Nasen laufen, die dicken Winterjacken werden aus dem Schrank geholt und alle frieren. Das wollen wir ändern! Ganz nach dem Motto: “Lass die Sonne scheinen!” werden wir Rascheid in ein Sommerparadies verwandeln. Dies natürlich mit allem was dazu gehört: Strand, kühle Getränke, Ventilatoren usw. Also seid dabei und holt euch eure Portion Sommer im Winter. Read more →

Einladung zur Theologischen Tagung am 4. Adventswochenende

Theologische Tagung am 4. Advent im Jugendhaus Rascheid

Samstag, 22. bis Sonntag 23.Dezember 2018

„Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, 

dass der Mensch das höchste Wesen für den 

Menschen sei, also mit dem kategorischen

Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in

denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein

verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“

(Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, 1843)

Das Thema in diesem Jahr:   „Jesus und Marx“ Read more →